Erfolge im Business sind kein Zufall. In der Regel sind sie das Resultat funktionierender Prozesse und optimierter Abläufe. Für moderne Unternehmen ist ein effizientes Management der Lieferketten essenziell. Erfahren Sie in diesem Beitrag, warum es so wichtig ist, die Supply Chain zu optimieren und wie Sie mit Hilfe eines ERP-Systems Ihr Supply Chain Management nachhaltig verbessern.

 

 

Was ist Supply Chain Management?

Übersetzt bedeutet Supply Chain (SC) so viel wie Lieferkette. Demzufolge versteht man unter dem Begriff Supply Chain Management (SCM) das softwaregesteuerte Management der gesamten Lieferkette. Dazu gehört die Verwaltung sämtlicher Material- und Informationsflüsse von der Planung über die Beschaffung und Produktion bis hin zur Auftragsabwicklung und Rechnungsstellung. Mit einem leistungsfähigen Enterprise-Resource-Management-System als integralem Bestandteil des SCM steigern Unternehmen ihre Effizienz.

 

Supply Chain Management – Optimierung

Für Unternehmen sind die ERP-Veränderungen eine echte Herausforderung, denn: Bei einer ERP-Transformation handelt es sich nicht um ein normales Software-Update oder die Implementierung eines neuen Moduls. Vielmehr ist diese Form der Digitalisierung ein disruptiver Prozess, der Veränderungen mit sich bringt, die auf die Unternehmensrealität einwirken.

 

Das Streben nach effizienten Strukturen gilt heute mehr denn je. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie, Rohstoffmangel und Lieferengpässe sowie der Krieg in Europa setzen mittelständische Unternehmen gehörig unter Druck. Der Ausnahmezustand gilt für das Supply Chain Management in vielen Betrieben mittlerweile als Normalfall. Einkauf und Beschaffung haben sich in den zurückliegenden beiden Jahren massiv verändert – die Produktionsplanung erfordert ein hohes Maß an Flexibilität.

 

Ein Blick in den Arbeitsalltag der Unternehmen macht deutlich, dass allein aus betriebswirtschaftlichen Erwägungen heraus ein Bedarf besteht, die Digitalisierung voranzutreiben, Strukturen unternehmensübergreifend zu optimieren und einen intensiven Datenaustausch zu ermöglichen. Um den Wertschöpfungsprozess möglichst effizient zu gestalten, sind neue digitale Möglichkeiten nötig – idealerweise in Form eines intelligenten Supply Chain Managements als Teil einer passenden ERP-Lösung. Mit entsprechenden Lösungen lassen sich die Lieferketten optimieren und die unterschiedlichen Anforderungen einzelner Unternehmensbereiche zusammenführen. Konkret: Supply Chain Management und ERP ermöglichen die unternehmensübergreifende Verfügbarkeit von Daten – in Echtzeit.

 

Vielfach werden die Begriffe Supply Chain Management und Logistik synonym verwendet. Das ist nur bedingt richtig. Beides zielt zwar darauf ab, eine Steigerung des Kundennutzens und systemweite Optimierungen des Kosten-Nutzen-Effekts entlang aller Prozessstufen der Lieferkette zu erzielen. Im Unterschied zur reinen Logistik bedeutet ein Supply Chain Management jedoch bei Transport und Lagerhaltung einen deutlichen Qualitätssprung, da neben der Logistik mit den Bereichen Marketing, Produktion, Unternehmensführung oder das Controlling ebenfalls berücksichtigt werden. Demzufolge liegen die Stärken eines SCM in der betriebswirtschaftlichen Verzahnung von Logistik, Fertigung, Rechnungswesen sowie Forschung und Entwicklung.

 

Ein funktionierendes Supply Chain Management ist breit angelegt. Es umfasst die Steuerung und Planung der Logistikkette produzierender Unternehmen von seinen Lieferanten – häufig auch der Vorlieferanten – bis zu den Kunden und endet nicht selten erst bei den Endverbrauchern.

Mit diesen 5 Fragestellungen sind Unternehmen konfrontiert:

  • Wie können Störungen der Lieferkette vermieden werden?
  • Wie kann die Liefergeschwindigkeit verbessert werden?
  • Wie wird das Optimum zwischen Beständen, Durchlaufzeiten, Reaktions- und Lieferfähigkeit sowie Kosten erreicht?
  • Wie gelingt es, Planungssicherheit herzustellen?
  • Wie ist eine bestmögliche Datentransparenz zu gewährleisten?

Supply Chain Management mit ERP Haufe X360

 

Versorgungskette: Diese Bereiche sind betroffen

Die Arbeitsteilung erlebt gerade eine Renaissance. Nur wenige Unternehmen besitzen die Kapazitäten und die Fähigkeiten, um Produkte vom Rohstoff bis zum fertigen Endprodukt herzustellen. Dazu sind die Anforderungen an Maschinen, Mitarbeiter und Prozesse zu komplex, sodass es in vielen Fällen ineffizient wäre, sich selbst mit der gesamten Wertschöpfungskette zu befassen. Enge Wettbewerbssituationen belegen, dass die meisten Unternehmen Hand in Hand mit anderen Firmen im Sinne einer gemeinsamen Auftragsabwicklung arbeiten.

 

Supply Chain Management stellt die prozessorientierte Planung und Steuerung entlang der Versorgungskette sicher. Mit der digitalen Unterstützung gelingt es beispielsweise, kurze Produktzyklen logistisch abzubilden und zu ermöglichen.

 

Weitere Aufgabenbereiche des Supply Chain Managements sind:

  • Customer Relationship Management: Ausrichtung an der Nachfrage der Endkunden durch ein Höchstmaß an Flexibilität.

  • Bedarfsgerechte Produktion: Kostensenkung und verantwortlicher Umgang mit Ressourcen über alle Wertschöpfungsstufen.

  • Abgleich von Versorgung mit Bedarf: Flexibilisierung und Entwicklung der Lieferkette.

 

Für die Fertigung eines Produkts bedeutet dies: Bis zum Endkunden durchläuft der vollständige Herstellungsprozess unter Umständen mehr als eine Handvoll unterschiedlicher Unternehmen. Automatisierte Prozesse, fertigungsbegleitende Qualitätskontrollen oder Übergaben sowie die Weitergabe von Halbzeugen sorgen an den Schnittstellen der Unternehmen für den Anfall gewaltiger Datenmengen. Ein ERP-System leistet hier Unterstützung, indem es die gesamte Wertschöpfungskette abbildet.

 

Wichtige Station dieser Versorgungskette können sein:

  • Lieferanten
  • Beschaffung
  • Produktion
  • Entsorgung
  • Distribution
  • Großhandel und Einzelhandel
  • Endverbraucher

 

Angesichts neuer Realitäten organisieren viele Unternehmen ihre komplexen Lieferketten gerade neu. Klein- und mittelständische Unternehmen, die immer noch mit sogenannten Silos arbeiten – Datenbanken, Excel-Dateien und unterschiedlichen Subsystemen – sind gut beraten, Supply Chain Workflows als Teil kollaborativer Plattformen zu betrachten und vorhandene Daten im Sinne einer optimierten Planung verfügbar zu machen.

 

In der Folge ergeben sich eine Reihe synergetischer Effekte, die für die Bearbeitung von Kundenaufträgen genutzt werden können. Kosten für Betrieb und Wartung sinken. Gleichzeitig lassen sich mit einem SCM unnötige Bestandspuffer und Verzögerungen in der Informationsbereitstellung entlang der Wertschöpfungskette vermeiden. Der unternehmensübergreifende Datenaustausch über alle Geschäftsprozesse und Produktgruppen macht Supply-Chain-Management-Systeme zu einem mächtigen Instrument im Wettbewerb.

 

 

Supply Chain Management und ERP

Moderne ERP-Lösungen sind wesentliche Elemente des Supply Chain Managements. Die Kooperation mit verschiedenen Partnern und Lieferanten ist eher die Regel als die Ausnahme, um im Geschäftsalltag Rohstoffe und Ressourcen zum richtigen Zeitpunkt und in der passenden Menge zu bekommen. Um die Produktivität nachhaltig zu steigern, kommen die verschiedensten Strategien zum Einsatz.

 

Die verfolgten Ziele sind dabei immer gleich:

  • die Produktionskosten senken
  • die Produktqualität steigern
  • die Produktivität steigern

 

Ein komplexer Anspruch: Je umfangreicher und globaler die Aktivitäten eines Unternehmens werden, desto dringlicher wird die Integration des Supply Chain Managements in das ERP.

 

Vorteile Supply Chain Management ERP

 

Der Hintergrund: ERP-Lösungen bilden die Unternehmensrealität softwareseitig detailliert ab – ideal ist ein Cloud-ERP. Berücksichtigt werden verschiedene Produktionsansätze ebenso wie die Synchronisierung der Abläufe. Und zwar in Echtzeit. Mithilfe Cloud-basierter ERP-Software gelingt es, den Weg der Produkte vom Lieferanten über das Lager bis zum Endkunden zu optimieren. Gleichzeitig tragen moderne ERP-Systeme maßgeblich dazu bei, Störungen der Lieferketten zu minimieren.

 

Die vier wichtigsten ERP-Funktionen im Supply Chain Management:

  • Steuerung von Nachfrage und Planung

    Die Harmonisierung von ERP und SCN sorgt für eine effektive Auftragsplanung. Aufträge werden automatisiert erzeugt. Die Produktion startet, wenn das Lager voll ist. Das ERP sorgt dafür, dass Ressourcen vorhanden sind und der Lagerbestand ausreicht. Alle Informationen werden in Echtzeit bereitgestellt.

 

  • Beschaffung und Verwaltung

    Im Zusammenspiel mit einem SCM ermöglicht das ERP Effektivität bei der Beschaffung und Lieferung von Waren und Dienstleistungen entlang der Lieferkette. Viele Aufgaben, wie z. B. die Kommunikation mit Lieferanten lassen sich automatisieren.

 

  • Transparente Produktion

    Die ERP-Software legt Stücklisten für Artikel an, erstellt Maschinen- und Personalressourcen in Echtzeit, erstellt Transportdokumente automatisch und bereitet den Versand vor.

 

  • Versand und Rechnungsstellung

    Nach dem Versand erstellt das ERP eine Rechnung, dokumentiert die Lieferdetails und stellt die fristgerechte Lieferung sicher.

 

Über alle Bereiche der Lieferkette sind Cloud-ERP-Systeme in der Lage, die Effizienz des SCM und aller Beteiligten zu steigern. Vielfältige Automatisierungen reduzieren die Betriebskosten. Entsprechende ERP-Lösungen sind zudem skalierbar, sie wachsen mit dem Unternehmen und passen sich steigenden Anforderungen an.

 

Die umfassende System- und Datenlandschaft ermöglicht es, Entscheidungen auf der Grundlage valider Daten zu treffen. Veränderungen bezüglich der Kostensituation sind sofort ersichtlich und ermöglichen proaktives Handeln. Die ständige Verfügbarkeit von aktuellen Daten ermöglicht es, Schwachstellen der Wertschöpfungskette zu lokalisieren und schafft transparente Verhältnisse. Mit der Erfassung von Kundendaten lernen Unternehmen die Bedürfnisse ihrer Kunden kennen und maßgeschneiderte Programme zur Kundenbindung einleiten.

 

Die Kombination aus SCM und ERP bildet die Grundlage für fundierte und zukunftsorientierte Entscheidungen. Mithilfe intelligenter Analysetools erhalten Sie ein lückenloses Gesamtbild Ihres Unternehmens.

 

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